Sauber vom Hof

Anhalt Logistics vertraut bei der Reinigung seiner Nutzfahrzeugflotte auf manuelle Wäsche. Seit Mitte 2020 geht die Arbeit schneller von der Hand.

Insgesamt zwölf Wäscher sind bei Anhalt Logistics an den Standorten in Bargen und Duisburg beschäftigt. Bild: Sonax
Insgesamt zwölf Wäscher sind bei Anhalt Logistics an den Standorten in Bargen und Duisburg beschäftigt. Bild: Sonax
Tobias Schweikl

Die Anhalt Logistics GmbH & Co. KG mit Hauptsitz in Bargen, Schleswig-Holstein, und Niederlassungen in Hamburg, Mannheim und Duisburg ist ein europaweit operierendes Logistikunternehmen. Die Fahrzeugflotte besteht aktuell aus 230 Zugmaschinen, über 200 Aufliegern und rund 450 Containern plus 200 Chassis. Seit Mitte 2020 vertraut die Spedition bei der Außenreinigung der Fahrzeuge auf Sonax. Etwa 6.000 Liter Reiniger werden pro Jahr benötigt, denn die Fahrzeuge sollen bei den Kunden immer einen guten und vor allem sauberen Eindruck machen.

„Gut 95 Prozent unserer Touren sind Flüssigkeitstransporte – dies ist unsere Kernkompetenz. Davon entfallen etwa 75 Prozent auf chemische Produkte und 32 Prozent auf Lebensmittel. Allein für die Milchtransporte von Dänemark haben wir vier Fahrzeuge im Dauereinsatz – und ganz besonders bei den Lebensmitteltransporten zählt der gute und saubere Eindruck von Lkw und Fahrer“, betont Alina Anhalt, die gemeinsam mit ihrem Mann die 3. Generation im Familienunternehmen repräsentiert und für das Marketing zuständig ist.

Von den aktuell 550 Beschäftigten sind etwa 350 Fahrer, die meist direkt über Mund-zu-Mund-Werbung zu Anhalt kommen. „Die Fahrer arbeiten gerne für uns“, erläutert Eyke Hasse, Abteilungsleiter Tankreinigung. Allerdings haben wir gewisse Anforderungen: So müssen sich unsere Fahrer idealerweise in englischer und deutscher Sprache verständigen können.“

Da über 60 Prozent der Touren aus dem Fernverkehr nach Skandinavien, Frankreich oder Benelux besteht, sind viele Fahrer mehrere Tage am Stück unterwegs. Sie leben und wohnen praktisch in den Fahrzeugen. Damit sie trotzdem eine Chance haben, regelmäßig Wochenenden in der Heimat zu verbringen, hat Anhalt 30 Shuttle-Fahrzeuge angeschafft, die dafür sorgen, dass die Fahrer auf Wunsch freitags an den Firmenstandorten abgeholt und anschließend nach Hause gebracht werden.

Wie viele Speditionen in Deutschland, hat auch Firmengründer August Anhalt 1930 klein angefangen, und zwar mit einem Pferdefuhrwerk. Heute ist Anhalt eine Spedition, die sich auf den Transport sensibler Güter spezialisiert und hier ihre Nische gefunden hat. So beispielsweise auch mit Kühltransporten, die ausschließlich von erfahrenen und entsprechend ausgebildeten Fahrern durchgeführt werden.

450 Ladeeinheiten

Ein weiterer Schwerpunkt ist der sogenannte kombinierte Verkehr, bestehend aus Bahn, Schiff und Straße. Die Standorte in Hamburg und Duisburg – dem größten Binnenhafen Europas – sind wichtige Drehscheiben und bilden das Rückgrat der sogenannten Intermodal-Verkehre. Mit seinen rund 450 Ladeeinheiten kann die Spedition auch auf kurzfristige Kundenanfragen schnell und flexibel reagieren. Im Vorlauf des kombinierten Verkehrs bietet Anhalt seinen Kunden mit den 200 Chassis – beispielsweise für Containertransporte – ebenfalls eine weitere interessante Dienstleistung an.

Auf die Sauberkeit der Fahrzeuge wird bei Anhalt großen Wert gelegt. In der Vergangenheit wurden viele Reiniger ausprobiert, doch keiner konnte so richtig überzeugen. Der letzte Reiniger beispielsweise war zu sauer und griff die Lacke an. Da die geleasten Fahrzeuge nach vier Jahren wieder abgegeben werden – die Milchtransporter aufgrund der hohen Kilometerleistung bereits nach zwei Jahren – macht dies keinen guten Eindruck. Darüber hinaus schäumte das alte Mittel zu stark.

„Wir waren schon länger auf der Suche nach einer Alternative und schließlich froh, als der Kontakt zu Sonax und Gebietsverkaufsleiter Rainer Tank zustande kam. Natürlich waren wir aufgrund der bisherigen Erfahrungen erst einmal vorsichtig und haben die Sonax Produkte intensiv auf Herz und Nieren getestet. Vom Ergebnis waren wir aber sehr schnell überzeugt, so dass wir heute an allen Standorten für die Außenreinigung nur noch Sonax verwenden“, berichtet Eyke Hasse.

Bei Anhalt vertraut man auf den „Intensiv Cleaner Truck + Bus“, ein alkalisches Reinigungskonzentrat für die gründliche Entfernung selbst hartnäckigster Verschmutzungen. Der Reiniger ist hochwirksam für die besonders gründliche Entfernung organischer Verschmutzungen wie Öl, Fett und Eiweiß (zum Beispiel Insektenanhaftungen). Ideal ist der Reiniger aber auch zur Planen- sowie zur Tank- und Fassadenreinigung geeignet. Der pH-Wert des Reiniger-Konzentrats liegt bei 13. Bei Anhalt werden alle Fahrzeuge grundsätzlich per Hand gewaschen. Insgesamt zwölf Wäscher sind dafür an den Standorten in Bargen und Duisburg beschäftigt.

Schnellere Reinigung

Neben dem besseren Reinigungsergebnis waren die Verantwortlichen bei Anhalt aber vor allem von den Einspareffekten überrascht. „Seit wir auf das Sonax-Produkt umgestellt haben, sind unsere Fahrzeuge in der Regel bereits nach 35 bis 40 Minuten gereinigt. In der Vergangenheit haben unsere Mitarbeiter zwischen 50 und 60 Minuten pro Fahrzeug gebraucht. Dies auf 230 Fahrzeuge hoch- und in Personenstunden umgerechnet, kommt bei der Reinigung schnell eine Zeitersparnis von knapp einem Drittel heraus. Darüber hinaus konnten wir auch noch den Wasserverbrauch deutlich reduzieren, da die Produkte von Sonax nicht so stark schäumen. Trotz geringer Mehrkosten für den Reiniger reinigen wir jetzt deutlich wirtschaftlicher“, freut sich Eyke Hasse.

Bei Anhalt ist man aber direkt noch einen Schritt weitergegangen. Seit Anfang 2021 setzt man bei den Milchtransportern die neuentwickelte „Hypercoat“-Oberflächenversiegelung von Sonax ein. Basis der Hypercoat-Versiegelung sind besonders leistungsstarke Carbon-Silizium-Polymere. Nach der gründlichen Reinigung des Fahrzeugs wird die Versiegelung im Mischungsverhältnis 1:100 einfach mit einem Niederdrucksprühgerät auf die noch nasse Oberfläche aufgetragen. Sofort erzeugt das Produkt eine wasserabweisende Oberfläche und vernetzt sich mit dem Lack. Auch auf Scheiben wirkt das Produkt wasserabweisend und verbessert so die Sicht bei Fahrten im Regen.

Anschließend wird das Fahrzeug noch einmal gründlich mit der Lanze abgesprüht – die komplette Oberflächenversiegelung, die je nach Beanspruchung einige Wochen bis Monate hält, ist somit nach wenigen Minuten abgeschlossen. Optional kann das aufgesprühte Produkt noch mit einer weichen Bürste gleichmäßig einmassiert werden. Dadurch erhöht sich die Langzeitwirkung noch weiter. Dem Spediteur bringt dies enorme Vorteile, denn Schmutzanhaftungen lassen sich mit der Versiegelung viel schneller und einfacher entfernen, da sie nicht mehr so stark an der Oberfläche festbacken.

„Nach den guten Erfahrungen mit den Milchtransportern überlegen wir, auch weitere Fahrzeuge künftig mit dem Hypercoat zu versiegeln. Wir gehen davon aus, so die reine Waschzeit vielleicht auf gut 30 bis 35 Minuten reduzieren zu können. Allein diese Ersparnis rechtfertigt den Einsatz einer Versiegelung, die sonst bei Nutzfahrzeugen eher nicht üblich ist“, so Eyke Hasse abschließend. ts

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Seite 54 bis 55 | Rubrik REINIGEN UND PFLEGEN