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Fachartikel Profi-Werkstatt – Dezember 2016 / Ausgabe 6

Werkstattausrüstung

Spagat erforderlich

Allen voran Volkswagen und Mercedes treiben momentan die zunehmende Vermischung der klassischen Pkw- mit der Lkw-Hebetechnik voran.

Die aktuellen Entwicklungstrends beim „VW Crafter“ fordern beispielsweise von der Werkstatt die Bereitstellung einer Zwei-Säulen-Hebebühne mit 5,5 Tonnen Tragkraft.

Es gibt zahlreiche Fahrzeughersteller, die neben Pkw auch Transporter im Angebot haben. Deren Vertragswerkstätten müssen den Spagat schaffen, die komplette Bandbreite an Fahrzeugen abdecken zu können, vom Kleinwagen bis zum großvolumigen Transporter mit langem Radstand. Hierfür ist wenigstens ein dedizierter Arbeitsplatz für leichte Nutzfahrzeuge wie Kastenwagen erforderlich, der typischerweise mit einer Zwei-Säulen-Hebebühne mit einer Tragkraft von mehr als fünf Tonnen ausgestattet sein muss. Dies bedeutet für die Werkstatt zunächst einmal zusätzliche Investitionen. Da eine derartige Zwei-Säulen-Hebebühne bauartbedingt nicht sehr kleine Pkw aufnehmen kann, ist dieser Arbeitsplatz üblicherweise nicht zu 100 Prozent ausgelastet.

Zwei-Säulen-Hebebühnen bieten im Allgemeinen einen guten Kompromiss, wenn es darum geht, Pkw und Transporter aufzunehmen. Damit auch Transporter mit langen Radständen aufgenommen werden können, sind die Tragarme üblicherweise dreiteilig ausgelegt. Verbunden mit größerem Materialeinsatz zur Abdeckung der Tragkraft hat dies zur Folge, dass die Unterschwenkhöhe der Tragarme sehr hoch ausfällt – Pkw mit geringer Bodenfreiheit lassen sich dadurch üblicherweise nicht aufnehmen. Das Problem verstärkt sich nochmal bei Zwei-Säulen-Hebebühnen im Sechs-Tonnen-Segment. Hier ist der Materialeinsatz bei den Tragarmen abermals größer – die Tragarme sind dadurch nochmals höher, was das Einsatzspektrum der Bühne stärker einschränkt. Nur Pkw mit hoher Bodenfreiheit (SUV und Geländewagen) lassen sich damit anheben. Dafür können Zwei-Säulen-Hebebühnen ab sechs Tonnen Tragkraft Transporter mit allen Radständen ohne Kompromisse aufnehmen.

BlitzRotary empfiehlt Nutzfahrzeugwerkstätten, die eine Transporter-Bühne brauchen, die auch Pkw mitmachen soll, ihr Modell „SPO55E“. Insbesondere, wenn es um allgemeine Servicearbeiten geht, ist sie die klare Empfehlung. Die Bühne gibt es in vier unterschiedlichen (nachrüstbaren) Bauhöhen, womit sich die Bühne an die Hallenhöhe, aber auch an die zu wartenden Fahrzeughöhen anpassen lässt.

Steht die Anschaffung einer Fahrflächen-Hebebühne an, die neben Achsvermessungsarbeiten auch zur Einstellung von Fahrerassistenzsystemen und als Einstellplatz für die neue HU-Scheinwerferprüfrichtlinie dienen soll, dann sollte diese unbedingt eine Plattformlänge von mehr als fünf Metern und eine Plattformbreite von mindestens 650 Millimetern aufweisen. Nur damit lassen sich sowohl kleine Fahrzeuge als auch leichte Nutzfahrzeuge mit langem Radstand aufnehmen.Thomas Pietsch


 
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