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Fachartikel Profi-Werkstatt – April 2017 / Ausgabe 2

Messe

Rollendes Kulturgut

Auf der Automechanika Frankfurt wird im kommenden Jahr das Geschäft rund um Old- und Youngtimer einen zentralen Platz erhalten. Dort soll die gesamte Wertschöpfungskette rund um die beliebten Veteranen gezeigt werden.

Klassische Fahrzeuge erfreuen sich einer großen Beliebtheit. Auf der Automechanika Frankfurt vom 11. bis 15. September 2018 zieht das Geschäft rund um Old- und Youngtimer in die Halle 10.0 ein. Das teilte der Veranstalter Messe Frankfurt kürzlich mit. In der Messehalle soll die gesamte Wertschöpfungskette beleuchtet werden. Laut Messe Frankfurt ist das eine Platzierung in bester Lage in unmittelbarer Nähe zu Werkstattausrüstung, Lackierung, Instandsetzung und der Messe Reifen, die erstmalig parallel zur Automechanika Frankfurt stattfinden wird.

Mit dabei beim Thema Classic Cars sind der Zentralverband für Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF) und der Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK) mit einem großen Angebot an Aus- und Weiterbildung. Aber auch Teile- und Lackhersteller sowie Versicherer und Anbieter von Finanzierungslösungen – speziell für Classic Cars – haben ihre Teilnahme bereits zugesichert.
Olaf Mußhoff, Leiter der Automechanika Frankfurt, zu den Beweggründen, das Thema aufzunehmen: „Wir wollen für alle, die historische Fahrzeuge fachgerecht reparieren und erhalten wollen, eine wertvolle Business-Plattform sein, auf der man sich umfassend informieren kann. Die Reparatur von Classic Cars kann sich für viele deutsche Werkstätten richtig lohnen, man muss nur wissen, wie man es angeht. Wir wollen Insider und Newcomer aus der ganzen Welt zusammen­bringen.“

Matthias Braun, Generalsekretär des traditionsreichen Automobilclub von Deutschland (AvD), begrüßt die Initiative: „Der Club registriert die stetig wachsende Bedeutung dieses Marktes für Automobilhersteller, Werkstätten und Teilelieferanten. Die Automechanika Frankfurt ist daher die richtige Plattform, um die wirtschaftliche Relevanz von Old- und Youngtimern einer passenden Zielgruppe zu präsentieren.“
Classic Cars sind mehr als nur Fortbewegungsmittel: Über 4.000 Events finden in Deutschland rund um historische Fahrzeuge statt. Besitzer von Oldtimern sehen Pflege und Nutzung ihrer Fahrzeuge als leidenschaftliches Hobby und sind bereit, dafür viel Zeit und Geld zu investieren. Laut einer BBE-Studie geben Oldtimer-Fahrer im Durchschnitt mehr als 5.200 Euro pro Jahr und Fahrzeug aus. Über 60 Prozent des Marktvolumens sind dabei emotional geprägte Ausgaben. Auch für die Automobilbranche selbst leisten Classic Cars einen außerordentlichen Beitrag zum Image und stoßen auf ein breites Bevölkerungsinteresse.

Mit rund 7,8 Millionen Fahrzeugen machen Old- und Youngtimer mehr als 14 Prozent des Gesamtbestands auf deutschen Straßen aus. Ein attraktiver Markt für Werkstätten. Bislang hat sich jedoch nur ein kleiner Teil als „Fachbetrieb für historische Fahrzeuge“ qualifiziert. Die Auszeichnung vergibt der Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK) zusammen mit dem Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF) seit 2009.

„Beim Handel mit, der Reparatur und der Restaurierung von klassischen Fahrzeugen sind Besonderheiten zu beachten, die existenzielle Risiken für die Fachbetriebe mit sich bringen können“, sagt Andreas Grimm, Prokurist und Leiter Oldtimer/Exoten bei der Württembergischen Versicherung AG. „Die Württembergische Versicherung als Spezialist und einer der Marktführer im Segment der Oldtimer- und Youngtimerversicherungen begrüßt es sehr, dass sich die Fachbesucher der Automechanika Frankfurt zukünftig kompetent in einer Halle bezüglich ihrer versicherungstechnischen Risiken beraten lassen können.“

Ein Markt mit Zukunft

Die Automechanika Frankfurt bietet seit Jahren Aus- und Weiterbildungsangebote auf der Messe an. Im Bereich Classic Cars können sich Schüler, Auszubildende und Beschäftigte des Kfz-Gewerbes in Halle 10.0 über den Zukunftsmarkt informieren. „Das Wissen um Wartung, Reparatur und Restaurierung historischer Fahrzeuge muss an nachfolgende Generationen weitergegeben werden“, sagt Peter Diehl, Referent für historische Fahrzeuge Aioi Nissay Dowa Insurance Company of Europe Limited.

Die Vermittlung von vorhandenem Know-how zu Classic Cars trifft auf der Automechanika Frankfurt auf den Einsatz moderner Technologien. Zum Beispiel sind 3D-Drucker branchenübergreifend zu echten Game-Changern geworden und bieten auch für Old- und Youngtimer neue Möglichkeiten, da hier die Beschaffung von Ersatzteilen oftmals eine große Herausforderung darstellt. Mit dem neuen Ausstellungsbereich soll der wachsende Aftermarket der Classic Cars also auch weiter professionalisiert werden.


 
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